STORY BEHIND

Um die Geschichte hinter der Idee wiedergeben zu können, müssen wir die Uhr einige Jahre zurück drehen: Wir waren jung, dumm und brauchten das Geld, was uns eine Werkstatt gekostet hätte, für die bevorstehende Weltreise. Der alte Feuerwehrbus war gekauft und unsere Kabelrolle war gerade lange genug, um den Strom aus dem Badezimmer unserer Mietwohnung in die allgemeine Tiefgarage zu ziehen. Wir hatten die Stichsäge noch kein einziges Mal angesetzt, machte uns unsere Vermieterin bereits einen eingeschriebenen Strich durch die Rechnung.

 

In einem abgelegenen Industrieviertel im Oltner Rotlichmilieu konnten wir einen offenen Unterstand für 150 Franken im Monat mieten. Offen heisst, dass bei mässigem Wind der Regen nicht nur durchs Dach kam, sondern von allen Seiten gleichzeitig. Zum Zeitpunkt dieser Geschehnisse befanden wir uns jedoch erst im Frühherbst und somit noch weit von Temperaturen um den Gefrierpunkt entfernt. Der Winter traf uns von seiner härtesten Seite. Das Arbeiten mit Daunenjacke und Handschuhen bei scheiss Licht auf dreckigem Erdboden, war weniger Schlimm als die Tatsache, dass sich die anderen Mieter vom Industrieareal an unserem Werkzeug bedienten.

Irgendwann hatten meine Eltern dann erbarmen mit uns und wir durften im Carport ihres Einfamilienhauses unseren Bus fertigbauen. Hätten meine Eltern nicht so verständnisvolle Nachbarn und wäre ich kein Einzelkind, würden die beiden den Kontakt zu mir wahrscheinlich bis heute noch meiden. Denn Schneide-, Schleif und Bohrarbeiten ab 22.00 Uhr kommen in keiner Schweizer Einfamilienhaussiedlung besonders gut an. Lange Rede kurzer Sinn; wir konnten unser Gefährt so weit fertigstellen, dass wir am 1. Januar 2016 für etwas mehr als zwei Jahre entlang der Panamericana, durch Asien und Zentralasien reisen und die wohl bisher geilste Zeit unseres Leben verbringen konnten.

Jetzt und hier, schon lange wieder im harten Alltagsleben angekommen und nicht jeden Abend mit Rum-Cola in der Hand am Lagerfeuer, haben wir ein wichtiges Hobby nicht aufgegeben. Das Basteln und Reisen an und in unserem Allradbus. Nach unserer Rückkehr hat es sich zufällig ergeben, dass meine Eltern eine Gewerbehalle erworben haben und in einem Gebäudeteil Platz für unseren Camper geschafft werden konnte. Erst jetzt wurde uns klar, wie viel effizienter und sauberer wir arbeiten konnten. In einem Monat waren die Hauptarbeiten an unserem neuen Bus getan. Das liegt vielleicht an der Erfahrung vom ersten Bus, die Tatsache, dass wir aber in einer beheizten Werkstatt mit gutem Licht und sauberem Boden arbeiten konnten, wird den Erfolg jedoch mehr angekurbelt haben.

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Wir wissen wie schwer es ist, eine vernünftige Werkstatt ohne lange Mietverpflichtung für wenig Geld zu finden. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass junge Leute mit Reisetraum einfach so schnell wie möglich auf Achse sein wollen. Genau diese zwei Sachen versuchen wir mit der Bustelstube zu verbinden! Ein Zu Hause für dein Do it yourself Bus-Projekt!  

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